Einheimische Baumarten
Grundsätzlich unterscheidet man bei den Baumarten Laubbäume und Nadelbäume. In Deutschland sind gegenwärtig ungefähr 30 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt, was einer Gesamtfläche von über 11 Millionen Hektar entspricht. Aber auch in deutschen Gärten ist eine Vielzahl von verschiedenen Baumarten anzufinden. Spitzenreiter ist dabei das Bundesland Rheinland-Pfalz mit einem Anteil von 42 Prozent Waldfläche an der gesamten Bodenfläche. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im unteren Mittelfeld, deutlich an der Spitze liegt Finnland mit einem Anteil an Waldfläche von fast 70 Prozent. Häufigster Waldbaum in Deutschland ist die Fichte mit einem Anteil von fast 30 Prozent. Natürlich sind in den deutschen Wäldern auch noch viele andere Baumarten heimisch.
Ahorn
Der Ahornbaum gehört zur Pflanzengattung der Aceraceae. Insgesamt gibt es über 200 verschiedene, bekannte Arten. In Deutschland sind jedoch nur noch drei dieser Arten heimisch: Spitz-Ahorn, Feld-Ahorn und Berg-Ahorn. Ahornbäume lassen sich leicht an der einzigartigen Form ihrer Blätter erkennen, die einer gespreizten Hand ähnlich sehen, sowie an den für den Ahornbaum typischen Ahornfrüchten. Darüber hinaus lässt sich aus dem Saft des Ahornbaumes Ahornsirup herstellen. Für die Gewinnung des Ahornsaftes und die Produktion von Ahornsirup ist Kanada weltbekannt, da ist es nur treffend, dass das Ahornblatt die kanadische Flagge ziert.
Buche
In Deutschland liegt der Anteil der Rotbuche an der gesamten Waldfläche bei 13,7 Prozent. Weltweit wird die Buche aus der Familie der Fagaceae für die Holznutzung verwendet, da sie besonders wegen des warmen Farbton ihres Holzes für Möbel begehert ist. Aber auch an sich ist die Buche ein eindrucksvoller Baum. Die Stadt Bocholt in Nordrhein-Westfalen trägt sie sogar als Symbol in ihrem Stadtwappen.
Eiche
Die Eiche ist eine der am weitesten verbreiteten Baumarten in Deutschland und auch der Begriff der „deutschen Eiche“ wird in vielen Kontexten verwendet. Dennoch existieren in Deutschland nur zwei Arten der Gattung Fagaceae: Stiel-Eiche und Trauben-Eiche. Aus der Naturkunde geht hervor, dass der Name „Eiche“ von dem lateinischen Begriff „esca“ abstammt und dem Begriff für „Speise“ ähnelt. Das ist in sofern treffend, als dass auch die Eichenfrüchte lange Zeit Nahrungsmittel für Schweine waren.
Fichte
Im mittleren Europa ist nur eine Fichtenart verbreitet, die „Gemeine Fichte“, deren korrekte latienische Bezeichnung “Picea abies” lautet. Kennzeichnend für diese Baumart ist die schuppige Rinde, die rotbraun gefärbt ist. Darüber hinaus ist die Fichte ein immergrüner Nadelbaum, dessen Aufbau stockwerkartig ist. Die Zapfen der Gemeinen Fichte können eine Länge zwischen 2 und 20 Zentimetern aufweisen. Aufgrund ihres geraden und schnellen Wachstums sowie ihrer geringen Standortansprüche, zählt die Fichte zu den für die europäische Forstwirtschaft wichtigsten Baumarten.
Kastanie
Die Kastanie aus der Gattung der Buchengewächse Fagaceae ist leicht an ihren charakteristischen Blättern zu erkennen und wird auch oft mit ihren Früchten in Verbindung gebracht. Die Früchte der Ess-Kastanie dienen als Schalenobst, wohingegen die Samen der Ross-Kastanie bekanntlich im Herbst von Kindern und Erwachsenen gesammelt und beim Basteln verarbeitet werden. Darüber hinaus kann das Holz der Kastanie aber auch als Rohstoff verwendet werden.
Linde
Über die Linde wurden in Deutschland schon viele Gedichte geschrieben. Die Untergattung der Lindgewächse Tilioideae diente unter anderem dem deutschen Dichter Johann Ludwig Wilhelm Müller als Inspiration für sein weltberühmtes Gedicht „Am Brunnen vor dem Tore“. Ähnlich wie die Buche wird die Linde aber auch für die Holznutzung wirtschaftlich genutzt.
Tanne
Die Tanne aus der Gattung der Kieferngewächse Pinaceae ist Vielen aus der Weihnachtszeit bekannt, da sie als klassischer Weihnachtsbaum gilt und auch auf allen Weihnachtsmerkten und an Heiligabend in allen Wohnzimmern zu finden ist. Im selben Zusammenhang ist auch die Nordmann-Tanne bekannt, die in vielen Baumschulen Deutschlands gezüchtet wird. Erkennbar ist die Tanne vor allen Dingen an ihren Nadelblättern und ihrer beachtlichen Größe.